Was sind berufliche verursachte Hautkrankheiten?
Unsere Haut ist täglich vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Zahl der Allergene und Schadstoffen nimmt weiter zu. Obwohl unser Säureschutzmantel in der Lage ist, viele aggressive Einflüsse abzupuffern, sind es oft im beruflichen Bereich der häufige und langandauernde Einfluss von Chemikalien, Reinigungsmitteln, Fetten, Ölen, Schmierstoffen, Baustoffen oder allein der wiederholte Umgang mit Wasser, der unserer Haut schwer zu schaffen macht.
Wie werden beruflich verursachte Hautkrankheiten abgeklärt?
Sollte sich bei Ihnen der Verdacht ergeben, daß es eine berufliche Verursachung Ihrer Hauterkrankung vorliegen könnte, sollten Sie das unbedingt von einem Hautarzt abklären lassen. Dieser führt Allergietests und Hautfunktionsproben durch. Im weiteren Verlauf muß im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber und der Berufsgenossenschaft (= Kostenträger für berufl. verursachte Erkrankungen oder Unfälle) geklärt werden, ob besondere Schutz- und Pflegemaßnahmen für Sie am Arbeitsplatz notwendig sind. (Hautschutzplan?)
Welche Maßnahmen können sich ergeben?
Eventuell können bestimmte Allergene am Arbeitsplatz ausgetauscht werden (z.B. Desinfektions- und Reinigungsmittel, Kühlschmierstoffe etc.) oder der Mitarbeiter innerbetrieblich umgesetzt werden. Bei einer Behandlung auf Kosten der Berufsgenossenschaft unterliegt Ihr Arzt nicht den Budgetbedingungen der Krankenkassen, Rezeptgebühren entfallen. Sollte eine dauerhafte Schädigung oder Erkrankung vorliegen, wird in einem Gutachten geklärt, in welcher Weise und in welchem Umfang Sie eine Entschädigung von der Berufsgenossenschaft erreichen. (z.B. Rente, Umschulung etc.)